In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet Taschenbuch – 13. September 2010 Irvin D. Yalom Barbara Linner btb Verlag 3442738385
In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet Taschenbuch – 13. September 2010 Irvin D. Yalom Barbara Linner btb Verlag 3442738385
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Pressestimmen

»Irvin D. Yalom verbindet erzählerisch-brillant Philosophie und Psychologie.« (Frankfurter Neue Presse zu »Die Schopenhauer-Kur«)
»Irvin D. Yalom hat dank seiner Bücher Die rote Couch, Die Schopenhauer-Kur, Der Panama-Hut oder Nietzsche weinte in Deutschland fast Kultcharakter entwickelt.« (Frankfurter Rundschau)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Irvin D. Yalom wurde 1931 als Sohn russischer Einwanderer in Washington, D.C. geboren. Er gilt als einer der einflussreichsten Psychoanalytiker in den USA und ist vielfach ausgezeichnet. Seine Fachbücher gelten als Klassiker. Seine Romane wurden international zu Bestsellern und zeigen, dass die Psychoanalyse Stoff für die schönsten und aufregendsten Geschichten bietet, wenn man sie nur zu erzählen weiß. Wie nur wenige, fachlich anerkannte Wissenschaftler versteht er es, psychologische Theorie und Praxis in seinen Büchern so anschaulich darzustellen, dass sie seiner Leserschaft nicht nur als gelungene Unterhaltung, sondern auch als praktische Lebenshilfe dienen.



Kundenbewertungen(8)

  • M.B.
  • 24. August 2013
  • Sehr gutes Buch \u00fcber die Einstellung zum Leben und das, was am Ende dazugeh\u00f6rt.
    Tr\u00f6stlich, hilfreich, befreiend.
    Danke.
    M. B.
  • Dr. med J\u00fcrgen Stumpf
  • 28. September 2009
  • Dieses Buch ist von der pers\u00f6nlichen Seite her wohl das st\u00e4rkste, authentischte Buch eines flei\u00dfigen Schriftstellers, dessen Schaffen sich wohl im wesentlichen im den Tod dreht. Hat mich immer noch beeindruckt, obwohl ich schon alle vorherigen Werke kenne.
  • Ingrid Ullrich-Sch\u00e4fer
  • 20. Mai 2015
  • Menschen, die in einer Situation waren, die sie in Todesn\u00e4he gebracht hat und die nun ein Trauma verarbeiten. Die Aussicht, nichts mehr von diesem Leben zu wissen, bringt Menschen dazu in ihrem derzeitigen Leben mehr f\u00fcr sich selbst zu verwirklichen und gleichzeitig auch f\u00fcr Andere da zu sein.
  • Dr. Volker Hoeper
  • 1. Juli 2018
  • \u201eTodesfurcht ist die Mutter aller Religionen, die auf die eine oder andere Weise versuchen, die Pein unserer Endlichkeit in Schranken zu halten. Gott, \u00fcberkulturell formuliert, mildert h\u00e4ufig nicht nur den Schmerz der Sterblichkeit durch irgendeine Vision von ewigem Leben, sondern lindert auch die furchterregende Isolation durch die Option einer ewigen Pr\u00e4senz und liefert einen klaren Plan f\u00fcr ein sinnvolles Leben. Doch trotz der standhaftesten, ehrenwertesten Abwehrma\u00dfnahmen k\u00f6nnen wir die Furcht vor dem Tod niemals v\u00f6llig b\u00e4ndigen: Sie ist immer da und lauert in irgendeiner versteckten Spalte des Verstandes. Vielleicht k\u00f6nnen wir, wie Plato sagt, den tiefsten Teil unseres Selbst nicht bel\u00fcgen.\u201c (Originalzitat Yalom).
    Der Autor sagt, die Todesfurcht sei die Ursache der \u00fcberwiegenden Zahl seelischen St\u00f6rungen, \u00c4ngste und Panikst\u00f6rungen, Neurosen, vieler Trauminhalte. Damit stellt er sich gegen Siegmund Freud und seine Schule, die bekanntlich \u00fcberwiegend verdr\u00e4ngte Sexualit\u00e4t zur Ursache dieser St\u00f6rungen macht.
    Yalom hat an f\u00fchrender Stelle, gemeinsam mit einigen anderen psychotherapeutischen Schulen die Psychotherapie ver\u00e4ndert, neu entwickelt. Die Basis seiner therapeutischen Ans\u00e4tze liegt in der griechischen Philosophie des Epikur und der Stoiker. \u00dcberhaupt sind diese beiden Philosophen die Entdeckung der amerikanischen Psychologen und Therapeuten der letzten 30 Jahre.
    Epikur (geboren 341 v.Chr.) ist ein Pragmatiker w\u00fcrde man heute sagen. Er will den Menschen dazu bringen, ein einfaches, sinnvolles, dem Diesseits zugewandtes und angenehmes Leben zu f\u00fchren. Nicht zu hohe Anspr\u00fcche, nicht zu viele Begierden, aber auch nicht zu viele unangenehme Dinge, wenig Leiden, wenig Schmerzen. Man sollte m\u00f6glichst vieles wissen \u00fcber die Natur und \u00fcber die Menschen, denn Unwissen macht Angst, Wissen bringt Gelassenheit. Epikur ging es jedoch nicht ausschlie\u00dflich um sinnenfreudiges Vergn\u00fcgen \u2013 es ging ihm um mehr, um die Erlangung der Seelenruhe, der Ataraxie. In seinen Augen gab es nur ein wirkliches Ziel der Philosophie: Das menschliche Leid zu lindern. Und die Grundwurzel des Elends? Epikur glaubte, dass es unsere allgegenw\u00e4rtige Furcht vor dem Tod sei. Er lehrt in seinen 'Merks\u00e4tzen' frei und ohne Furcht auch vor den G\u00f6ttern zu leben. Er glaubt an die G\u00f6tter, er glaubt aber auch, dass diese sich absolut nicht f\u00fcr uns interessieren und ihr eigenes unendliches sch\u00f6nes Leben leben. Er siedelt sie in eine Art Zwischenwelt an. Eigentlich ist Epikur eine Art Agnostiker. Von \u00f6ffentlicher Bet\u00e4tigung h\u00e4lt er nichts, da diese ohnehin nur \u00c4rger und Stress bringe. Er ist unpolitisch und hat auch eher die einfachen Menschen angesprochen, in den hohen Kreisen, den Reichen und M\u00e4chtigen war er kaum bekannt.

    Ein weiteres Zitat des Autors:
    \u201eDie existenzielle Weltanschauung, auf der meine klinische Arbeit basiert, folgt der Vernunft, meidet jeden \u00fcbernat\u00fcrlichen Glauben und postuliert, dass das Leben im Allgemeinen und unser menschliches Leben im Besonderen aus Zufallsereignissen entstanden ist, dass wir, obwohl wir uns danach sehnen, in unserem Sein zu \u00fcberdauern, endliche Kreaturen sind, dass wir allein in eine Existenz ohne vorherbestimmte Lebensstruktur oder Schicksal geworfen wurden, dass jeder von uns entscheiden muss, wie er so erf\u00fcllt, gl\u00fccklich, ethisch und sinnvoll wie m\u00f6glich lebt.\u201c
    Doch wie soll man mit all diesen Dingen zurecht kommen, wenn das Leben Zufall und Chaos bedeutet, ein Sinn nicht erkennbar ist, und alles sich wieder aufl\u00f6st und im Nichts verschwindet.
    Yalom sagt, man muss sich diesen Tatsachen stellen, nichts wird von uns \u00fcbrig bleiben. Umso mehr soll man im hier und heute freudig leben, f\u00fcr sein pers\u00f6nliches Umfeld eintreten, Gutes tun, helfen.

    Eine Idee des Epikur kann uns, so sagt Yalom, ein wenig helfen, der sogenannte \u201eWelleneffekt\u201c.
    \u201eVon all den Ideen aus meinen praktischen Jahren, wie man der Todesfurcht und der Verzweiflung eines Menschen \u00fcber die Verg\u00e4nglichkeit des Lebens entgegentritt, halte ich den Gedanken des Welleneffekts f\u00fcr einzigartig \u00fcberzeugend. Er bezieht sich auf die Tatsache, dass jeder von uns \u2013 oft ohne bewusste Absicht oder Wissen \u2013 konzentrische Einflusskreise erzeugt, die sich jahrelang, und sogar \u00fcber Generationen hinweg, auf andere auswirken k\u00f6nnen. Der Effekt n\u00e4mlich, den wir auf andere Menschen aus\u00fcben, wird wiederum an andere weitergeleitet, ganz \u00e4hnlich den kleinen Wellen, die sich in einem Teich ewig kr\u00e4useln, bis sie nicht mehr sichtbar sind, auf der Nano-Ebene jedoch fortlaufen. Die Vorstellung, dass wir etwas von uns selbst, sogar jenseits unseres Wissens, hinterlassen k\u00f6nnen, bietet f\u00fcr jene eine durchschlagende Antwort, die behaupten, die eigene Endlichkeit und Verg\u00e4nglichkeit ziehe unausweichlich Sinnlosigkeit nach sich. Fortwirken muss nicht unbedingt hei\u00dfen, dass man sein Bild oder seinen Namen hinterl\u00e4sst.\u201c

    Im weiteren Verlauf beschreibt der Autor, wie man mit Sterbenden umgehen sollte: Da sein, Kontakt halten, auch k\u00f6rperlichen Kontakt (ber\u00fchren), sprechen oder auch schweigen. Ber\u00fchrungs\u00e4ngsten sollte man widerstehen, das Schlimmste ist, den Todkranken alleine zu lassen. Das alles erscheint selbstverst\u00e4ndlich, ist es im t\u00e4glichen Leben jedoch nicht. Die meisten Menschen haben Angst, den auch f\u00fcr sie unausweichlichen Tod so dicht zu erleben und dem Sterbenden vielleicht zur Last zu fallen. Sie meiden ihn. Dieser braucht jedoch die absolute und st\u00e4ndige N\u00e4he seiner Freunde und Angeh\u00f6rigen, um im Seelenfrieden sterben zu k\u00f6nnen. Das alles wird ausgiebig an zahlreichen Patientenbeispielen erl\u00e4utert.

    In einem letzten Kapitel werden Ratschl\u00e4ge f\u00fcr die Arbeitsweise der Psychotherapeuten gegeben, also Ratschl\u00e4ge, wie ein Psychotherapeut im Umgang mit seinen Patienten vorgehen sollte. Yalom ist Facharzt f\u00fcr Neurologie und Psychiatrie und hat als Dozent an renommierten Universit\u00e4ten der USA viele Therapeuten ausgebildet. Einer seiner Kerns\u00e4tze ist dabei, dass der Therapeut sich gegen\u00fcber seinem Patienten sehr weit \u00f6ffnen solle, und durchaus private Probleme und \u00c4ngste mitteilen solle. Auf dieser Weise sollen ein enger Kontakt, eine tiefe Vertrauensbasis hergestellt werden.
    Das mag f\u00fcr Psychotherapeuten vielleicht m\u00f6glich sein, f\u00fcr ein \u00fcbliches Arzt-Patienten-Verh\u00e4ltnis d\u00fcrfte das nicht gelten: Der Patient m\u00f6chte seine Probleme mit einem Fachmann l\u00f6sen und nicht mit dessen privaten und beruflichen Problem behelligt werden.

    Fazit: Ein lesenswertes, erhellendes Buch. Vieles ist dem Leser sicherlich schon bekannt, Yalom beansprucht ja nicht, diese Ideen selbst erfunden zu haben. Einiges ist jedoch neu, alles ist insgesamt an vielen Patientenschicksalen sehr gut dargestellt und damit hilfreich f\u00fcr den Leser.
  • Dr. Emil Schubert
  • 27. April 2018
  • Ein \u00fcberaus wichtiges Buch zu einem Thema mit dem sich jeder lieber fr\u00fcher als sp\u00e4ter besch\u00e4ftigen sollte: ein existenzielles Thema!
  • K. Nieswand
  • 29. November 2012
  • Das Buch ist auch f\u00fcr einen Laien sehr verst\u00e4ndlich und interessant geschrieben. Es gibt eine andere Sichtweise auf die Dinge des Lebens.
  • Sina Brinkmann
  • 8. Januar 2013
  • Es half mir selbst sehr mit der Angst vorm Tod umzugehen. Irgendwann wiederholt sich allerdings die Grundaussage, habe nie alle Artikel gelesen. W\u00fcrde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
  • Anni Rock
  • 16. Juli 2015
  • Irvin D.Yalom hat mich schon mit 2 anderen B\u00fcchern sehr fasziniert: Die Schopenhauerkur und Als Nietzsche weinte. Letzteres ist m.E. das Beste!